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Dieser Ort.

Es gibt Orte  – Plätze, Städte, Länder -, die ganz unweigerlich mit deinem Leben, mit der Geschichte deiner Familie, verknüpft sind. Das kann positiv sein, sodass du später immer nostalgisch werden wirst, sobald du an diesen Ort denkst. Das kann auch negativ sein und vielleicht möchtest du niemals wieder an diesen Ort zurückkehren. Oder es ist zerreißend ambivalent, so wie für die Familie auf den Bildern des heutigen Blogposts. Tübingen ist für sie so viel, so viel Traurigkeit, Herausforderung, Hoffnung, Freundschaft, Leben. Doch gerade deswegen wollten sie ihre Familiengeschichte an genau diesem Ort in Bildern erzählt haben. Das hat mich sehr bewegt.

Lass dich ein auf die Orte deines Lebens.

// Mehr über ihre mutige Geschichte kannst du übrigens hier nachlesen.

 

Bewusst.

Warum auf Film?

Meine Liebe zur Fotografie begann als Kind und sie war „analog“. Stundenlag habe ich die Alben und Boxen meiner Großeltern durchforstet, die Geschichten versucht zu rekonstruieren oder sie mir von Oma und Opa erzählen lassen. Bis ich irgendwann eine eigene Kamera geschenkt bekam und eigene Geschichten mit ihr erzählen konnte. Und das habe ich auch fortwährend getan, zunächst mit klassischen Filmrollen, später digital. Meine Geschichte, aber auch die Geschichten anderer.

An einem der letzten Weihnachtsfeste baute mein Vater den alten Diaprojektor meiner Familie auf, spannte ein weißes Laken, legte eine Box mit Dias ein. Es waren alles Bilder aus seiner Kindheit, aufgenommen von seinem Vater. Dabei glich kein Motiv dem nächsten, jedes stand für sich, erzählte einen weiteren Teil seiner Geschichte. Ganz platt gesagt: man musste nicht erst „aussortieren“. Und vor allem: die Bilder berührten mich tief.

Dieses Erlebnis, der Reiz des Handwerklichen, der Entschleunigung, das wirklich unnachahmliche Aussehen von Bildern, die auf Film aufgenommen werden, haben mich nach vielen Jahren in der digitalen Fotografie dazu bewogen haben, wieder „analog“ zu fotografieren.

Den Film einlegen. Bewusst vorgehen. Beobachten, warten. Auf euch. Auf das Licht. Vor allem da sein. Auslösen. Und dann: wieder warten. Gespannt sein. Vorfreude.

Jedes einzelne Bild, das während unseres Fotoshootings entsteht, entsteht bewusst. Jedes. Einzelne. Für eure Bilder verwende ich die hochwertigsten Filme, die heute noch hergestellt werden, und lasse sie in einem der weltweit besten Labore in Spanien entwickeln und für euch digitalisieren. Irgendwann, so hoffe ich, findet ihr mich nach unserem Treffen aber auch selbst in der Dunkelkammer.

 


 

Als ich kürzlich die Bilder eines Familienfotoshootings vom Labor zurück erhielt, wurde mir dies alles nochmal ganz deutlich bewusst. Ich durfte bei einem Treffen mit dieser Familie im letzten Jahr schon erste analoge Gehversuche wagen, dieses Mal blieb es ganz beim Film. Wir trafen uns an ihrem Haus, ihrem ersten, eigenen, ganz frisch erworbenen. Noch vieles ist zu tun, aber der Reiz dieses frischen Ereignisses war in seiner Schlichtheit überwältigend. Auf den Stufen des eigenes zu Hauses sitzen. Im Garten den eben gepflanzten Apfelbaum bewundern. Hinterm Haus über eine gigantische Wiese voller Pusteblumen streifen. Und all das ohne Eile, ganz bewusst und in Demut vor dem Moment eingefangen.

 

 

 

Frech, wild, wunderbar

Astrid Lindgren sagte einmal:

 

Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.

 

Gestern durfte ich diese fantastische Familie besuchen, denn die kleine Schwester ist nun endlich da.

Ein Sommerwunder. Ein Wunder, jedes Mal auf’s Neue. Sich wundern – dass wir das noch nicht verlernt haben …!? Sich wundern lernt man mit Astrid Lindgren immer wieder. Sich wundern über ihre Aussage. Darüber stolpern, stehen bleiben, den Gedanken verfolgen. Ja, es ist wunderbar, wenn man auch frech und wild sein kann. Und darf. Und sich nicht unterkriegen lässt. Das wünsche ich diesen vier Wundern.

 

Blog Fam Bensel I-12

Heute

„Welchen Tag haben wir?“, fragte Winnie Pooh .

„Es ist heute.“, antwortete Piglet .
„Oh, mein Lieblingstag!“, erwiderte Pooh.


Im hier und jetzt leben. Sich nicht allzu sehr um morgen zu sorgen. Leicht abgedroschen, aber: den Moment genießen. Beim Shooting mit Kerstin und ihren Männern hatte ich das Gefühl, dass die drei gerade das einfach leben. Ohne groß darüber zu reden. Präsent sein. Zuhören. Auf der Straße tanzen.

Hier kommen nun ein paar Bilder von unserer gemeinsamen Zeit, hauptsächlich analoge Aufnahmen (das Licht an dem Tag war einfach grandios dafür).

Nun warte ich voll Vorfreude auf eine Freudennachricht und den Besuch bei den vier H.s :)

 

Blog Heute-24

Seelenverwandte

Manchmal trifft man Menschen im Leben, mit denen passt’s einfach. Es kommt einem dann so vor, als würde man sich schon ewig kennen. Deshalb konnte ich den Vormittag bei dieser süßen Familie auch ganz besonders genießen. Warmen Kaffee trinken, dahocken und über die Verrücktheit des Elternseins quatschen, und wie nebenbei ein paar Bilder machen. Danke, ihr lieben drei, und auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Mama & ich

Dass es als Mama gut tut, andere und womöglich viel erfahrenere Mamas um sich herum zu haben, ist nichts Neues. Oft kann man sich einiges von ihnen abschauen. Kaum eine andere verkörpert das für mich jedoch so sehr wie diese hier. Sie und ihre Kleinste (Fünfte!) machten uns am Morgen des 1. Geburtstags der Kleinen auf den Weg zu den Tulpenfeldern außerhalb der Stadt. Es hat mich einfach schon immer und an diesem Morgen wieder total beeindruckt, wie sie es schafft, ihren Kindern auf ganz natürliche Weise kleine, aber feine und sicher sehr wichtige Freiräume zu geben. Dinge nicht zu kontrollieren, sondern sie machen zu lassen – Blüten zerrupfen, mit dem Messer Gras schneiden, Münzen in den Behälter stecken zu lassen. Ich möchte das auch lernen!

Für mich als frischgebackene Mama war es also ein wahnsinnig inspirierender Morgen.