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Dein Name. So nennt man dich. Du bist.

Wie du heißt, das hast nicht du bestimmt. Doch das bist du.

Einen Namen geben. Genannt  Verantwortung in Freude.

Das Kind beim Namen nennen, von Anfang an. Da Leben ist. Und Leben heißt.

Wie heißt du?


 

 

Bilder eines neuen Wundermenschen, genannt „Die Siegerin“.

Attention is the rarest and purest form of generosity. #simoneweil

Großzügigkeit ist eine Eigenschaft, ein Wert nach dem ich strebe. Etwas, das es immer wieder neu auszuloten und vor Augen zu halten gilt.

Als ich über dieses Zitat von Simone Weil gestolpert bin, hat der Begriff Großzügigkeit für mich nochmal an Brisanz zugenommen, und hat mich überführt. Wie oft halte ich meine Taten und Gesten für großzügig – aber ist es meine Herzenshaltung auch? Bin ich großzügig mit dem Kostbarsten – mit meiner Zeit? Und landen wir dabei nicht wieder bei einem aktuellen Trend, der so viel mehr sein sollte als das, weil er eigentlich die Macht besitzt, unsere Gesellschaft und uns selbst nachhaltig zum Positiven zu verändern – „slow living“?

Ja, das ist es doch: großzügig sein heißt langsam leben.


Der Morgen bei J. und ihren beiden Mädchen war genau das: langsam, langsam im allerpositivsten, großzügigen Sinne. Miteinander reden und spielen und lesen, der Kleinsten ein ausgiebiges Nickerchen gönnen, Obstvesper und feinstes Rhabarbercrumble schmausen (das sie extra für mich vorbereitet hatten). Diese „stinknormalen“ Morgende sind so kostbar im Elternleben, denn sie dauern – perspektivisch gesehen-  nur einen Wimpernschlag lang, prägen jedoch unfassbar tief. Umso wichtiger, gerade das ohne Hektik einzufangen, Bild für Bild.

Kommt mit ins wunderschöne, liebevolle Zuhause von J. und ihrer Familie (eine herrliche, helle Altbauwohnung im Herzen von Leipzig)!

– Alle Aufnahmen, wie immer, analog entstanden.-

 

In letzter Zeit beschäftige ich mich viel mit dem Thema „Zuhause“. Ich habe gemerkt, dass der bekannte Spruch „Home is where your heart is“ zwar richtig ist, aber nicht vollständig. Damit ist doch zumeist gemeint, dass dein Zuhause dort ist, wo die Menschen sind, an die du dein Herz verschenkt hast.

Ja. Auch. Und doch hat Zuhause auch viel mit einem Ort und dessen Details zu tun. Mit Gesten und Traditionen, die man miteinander erschafft und pflegt. Einmal mehr hat mir das der Besuch bei der neu geborenen J und ihren Eltern gezeigt. Weiße Kissen und Decken und Schaffelle, die Js Mama sammelt, um ein gemütliches Zuhause zu schaffen. Die von der Oma gehäkelte Decke, in die J gekuschelt war. Der Papa, der aus den Resten des Schleierkrauts auch noch einen Mini-Haarkranz für Klein-J gezaubert hat. Einfach so. Seine Idee.

Wow, ich war wirklich platt. Das ist Zuhause.


Hier kommen nun ein paar Aufnahmen, digital und analog, von einem wunderbar ruhigen Morgen, der nach Zuhause riecht und schmeckt und danach aussieht.

 

 

Und dann haben wir auch noch einen kleinen Spaziergang gemacht …

 

Manchmal trifft man Menschen im Leben, mit denen passt’s einfach. Es kommt einem dann so vor, als würde man sich schon ewig kennen. Deshalb konnte ich den Vormittag bei dieser süßen Familie auch ganz besonders genießen. Warmen Kaffee trinken, dahocken und über die Verrücktheit des Elternseins quatschen, und wie nebenbei ein paar Bilder machen. Danke, ihr lieben drei, und auf ein baldiges Wiedersehen!