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Kämpfer

Als Mama eines „Frühchens“ bewegte die Nachricht dieser Familie mich doppelt. Sie wünschten sich recht bald Familienbilder mit dem Baby noch im Bauch, da eine Frühgeburt drohte. Ich war dankbar, dass wir schnell einen Termin miteinander fanden und einen entspannten, vorfreudigen Morgen miteinander verbrachten (siehe hier). Trotz aller Prognosen.

Der kleine Bruder machte sich dann tatsächlich bald auf den Weg, und einige Wochen später habe ich den kleinen Kämpfer endlich kennen lernen dürfen. Es ist unglaublich, was er schon bewältigt hat – und was seine Eltern und Geschwister gemeinsam bewältigt haben. Sie sind alle zusammen Kämpfer. Trotz allem. In allem.

 

Zuhause

In letzter Zeit beschäftige ich mich viel mit dem Thema „Zuhause“. Ich habe gemerkt, dass der bekannte Spruch „Home is where your heart is“ zwar richtig ist, aber nicht vollständig. Damit ist doch zumeist gemeint, dass dein Zuhause dort ist, wo die Menschen sind, an die du dein Herz verschenkt hast.

Ja. Auch. Und doch hat Zuhause auch viel mit einem Ort und dessen Details zu tun. Mit Gesten und Traditionen, die man miteinander erschafft und pflegt. Einmal mehr hat mir das der Besuch bei der neu geborenen J und ihren Eltern gezeigt. Weiße Kissen und Decken und Schaffelle, die Js Mama sammelt, um ein gemütliches Zuhause zu schaffen. Die von der Oma gehäkelte Decke, in die J gekuschelt war. Der Papa, der aus den Resten des Schleierkrauts auch noch einen Mini-Haarkranz für Klein-J gezaubert hat. Einfach so. Seine Idee.

Wow, ich war wirklich platt. Das ist Zuhause.


Hier kommen nun ein paar Aufnahmen, digital und analog, von einem wunderbar ruhigen Morgen, der nach Zuhause riecht und schmeckt und danach aussieht.

 

 

Und dann haben wir auch noch einen kleinen Spaziergang gemacht …

 

Umarmen & Loslassen

Umarmen hat seine Zeit wie auch das Loslassen. // a time to embrace and a time to refrain from embracing

[aus der Bibel]

 

Das englische Wort „embrace“ bedeutet „umarmen“, aber in einem tieferen Sinne als das physische Umarmen. Es bedeutet vielmehr eine Situation anzunehmen, sich jemandem oder etwas ganz hinzugeben.

In den letzten sieben Jahren habe ich das Fotografieren umarmt, insbesondere die Hochzeitsfotografie.  Ich habe viel gelernt und wieder verworfen, habe wertvolle Menschen und deren Geschichten kennengelernt, habe viel Zeit, Kraft und andere Ressourcen investiert, habe nach meiner Art zu erzählen gesucht. Die Fotografie war in allem beständig, während ansonsten viele Stürme tobten und sich mein Leben an vielen Stellen verändert hat. Langsam merke ich, dass sich mein Fotografieren mit verändern muss. Es ist Zeit, etwas loszulassen. Es ist Zeit, die Hochzeitsfotografie loszulassen.
Und wenn man etwas loslässt, dann ist Platz, etwas Neues zu umarmen.  Verschiedene Menschen und Situationen haben in mir die große Neugier an der analogen Fotografie entfacht. So richtig mit Filmrollen und Dunkelkammern. In den letzten Monaten habe ich immer wieder nebenbei erste Versuche mit einer einfachen, analogen Kamera gemacht. Es ist eine ganz andere, eine ruhige, intentionale Art zu Fotografieren. Es hilft mir noch besser, mein Herzensanliegen umzusetzen: innige Geschichten von unschätzbarem Wert in Bildern sichtbar zu machen, zu erzählen. Auch wenn ich mich mit einer analogen Kamera noch wie ein absoluter Amateur fühle, so will ich nun an dieser Stelle lernen und investieren, ich will es umarmen. Vielleicht geht das Ganze auch fürchterlich schief, aber ich will es versucht haben.

In den kommenden Monaten warten noch viele wunderbare Hochzeiten auf mich. Ich freue mich riesig auf jede einzelne und empfinde sie als einen gebührenden Abschied für mich persönlich. Wie war das? Man soll gehen wenn’s am schönsten ist? Ich möchte mich  nun hauptsächlich auf Familien in all ihren Formen und Farben, in all ihren Stadien konzentrieren, aber auch After-Wedding-Shootings haben es mir angetan.
Zunächst werde ich zweigleisig, also digital und analog, fotografieren, denn ich merke, dass ich für das Analoge noch viel Übung brauche. Wir werden sehen, wohin der Weg führt.

 

Danke an euch alle, die ihr mich in den letzten Jahren so vielfältig ermutigt und unterstützt habt. Geht ihr auch diesen Weg mit?

 

In diesem Sinne heiße ich euch auch auf meiner neuen Website und meinem neuen Blog herzlich willkommen! Im letzten Jahr habe ich in viiielen laaangen Nächten gemeinsam mit meinem guten Freund Simon Leimig daran  gearbeitet, um mein Herzensanliegen mit der Fotografie noch besser transportieren. Schaut euch mal um! Ich würde mich freuen, wenn ihr auch ab und zu auf dem Blog vorbeikommt.

Nachfolgend möchte ich euch nun ein paar erste offizielle analoge Aufnahmen zeigen, die ganz und gar mein Herz berühren.

 

Eine Umarmung,
Sophie.