Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

Die Familie, in der viele Kinder heute aufwachsen, sieht ganz anders aus, als noch vor wenigen Jahrzehnten: losgelöst von der eigenen (Groß-)Familie, allein mit Mama und Papa, und nicht innerhalb größerer Gemeinschaften.
Kommt ein Kind auf die Welt, und womöglich ein zweites oder drittes, dann merkt man ziemlich schnell, wie wichtig dieses Dorf eigentlich wäre, von dem das afrikanische Sprichwort oben redet.
Unsere eigenen Familien leben nach wie vor zu weit weg, als dass sie im Alltag diese Gemeinschaft wären, die unsere Kinder brauchen. Wir können aber mit Dankbarkeit sagen, dass wir immer Freunde hatten und haben, die für uns Familie sind – unser Dorf.

Im Herbst durfte ich eine inspirierende Frau und ihre Familie kennenlernen, und zu Hause besuchen. Charlott ist Bloggerin aus Leipzig und startet ein großes Herzensprojekt – das digitale Elterndorf. Für dieses und ihren Blog durfte ich visuell festhalten, welche Werte sie als Familie leben. Und ich bin auch selbst davon überzeugt, dass diese Werte die Zukunft unserer Kinder ganz grundlegend positiv beeinflussen können.

Im Übrigen sind Charlott und ich total begeistert davon, wie gut der Ansatz ihres Blogs mit dem meiner analogen Fotografie zusammenpassen: achtsam, langsam, bewusst, und daher nachhaltig. :)

Nachfolgend könnt ihr ein kleines Interview mit Charlott lesen und euch von ihrem zu Hause inspirieren lassen. Und vielleicht ist das digitale Elterndorf genau der Ort, wo ihr euch im kommenden Jahr seht?

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Liebe Charlott, erzähl‘ doch kurz wer du bist und was es mit deinem Blog The Happy Years auf sich hat.

Liebe Sophie, zunächst erstmal ein herzlichen Dank.
Ja, also ich bin Charlott, demnächst schon 27 Jahre alt und lebe mit dem Ehefreund und meiner fast zweijährigen Tochter in unser Wahlheimat Leipzig. 2016 habe ich thehappyyears gestartet, mit der Idee einen Blog für Eltern zu schreiben, der sich ganz den Themen Nachhaltigkeit und Minimalismus mit Familie widmet. Wir selbst leben recht minimalistisch und nachhaltig und es ist mir einfach eine große Herzensangelegenheit anderen Eltern zu zeigen, wie schön Familienleben sein kann, wenn man den äußeren Ballast reduziert.

Worum geht es in deinem Herzensprojekt, dem digitalen Elterndorf?

Mit dem digitalen Elterndorf möchte ich einfach Eltern auf dem Weg in ein grünes Familienleben begleiten. Wir haben sehr viel die letzten Jahre ausprobiert und ich habe mich schon lange vor meiner Schwangerschaft mit vielen Themen rund um ein nachhaltiges Familienleben beschäftigt. Ich weiß aber auch aus eigener Erfahrung, seit unsere Tochter auf der Welt ist, dass manchmal einfach die Zeit fehlt, Sachen auszuprobieren oder überhaupt erst einmal zu recherchieren. Als Eltern braucht man manchmal einfach gute Tipps & Ideen die funktionieren und die gibt es im Elterndorf.

Warum sollte man unbedingt Teil der Dorfgemeinschaft werden?

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man ziemlich oft anecken kann, gerade mit der Familie oder den engsten Freunden, wenn man auf einmal seine Gewohnheiten verändert und für andere scheinbar komplizierter wird. Wir haben zum Beispiel, als unsere Tochter geboren war, oft heftigen Gegenwind für unsere Stoffwindeln bekommen oder auch die Art und Weise wie wir schenken. Vor der Geburt waren wir gerade erst nach Leipzig gezogen und uns fehlte der Anschluss an gleichgesinnte Eltern. Deshalb gibt es die digitale Dorfgemeinschaft. Ich glaube nämlich, um Veränderungen anzustoßen braucht es Mut und Rückenwind und den gibt es im Elterndorf.

Wie werdet ihr als #slowfamily Weihnachten feiern?

Das ist schön, dass du fragst. Also wir werden sowohl Heiligabend als auch die Weihnachtsfeiertage zu dritt in Leipzig verbringen und die Zeit zusammen genießen. Im Dezember ist der Ehefreund für gewöhnlich viel auswärts arbeiten, weshalb wir es immer genießen, ganz viel Familienzeit zu haben. Wir werden also sicher etwas schönes kochen, es uns gemütlich machen, vielleicht schneit es ja sogar und uns aller Wahrscheinlichkeit die meiste Zeit im Kinderzimmer beim spielen mit der Eisenbahn wiederfinden. Geschenke gibt es bei uns dieses Jahr nicht, auch nicht für unsere Tochter. Wir glauben, das größte Geschenk ist einfach Zeit. Wir haben lange überlegt, ob es nicht doch ein Spielzeug oder ähnliches geben soll, aber uns ist nichts eingefallen, was unserer kleinen aber feinen Spielzeugsammlung fehlen könnte. Von den Großeltern und Uhrgroßeltern wird es nach Weihnachten Geschenke geben und da haben vor allem nützliches, das sowieso gebraucht wird, gewünscht.

 

 

PS: Hier könnt ihr euch noch bis zum 22. Dezember fürs digitale Elterndorf anmelden.

Ich weiß sehr wohl, dass das leichter gesagt sein kann, als es getan ist:

The best security blanket a child can have is parents who respect each other.

Dieses Zitat von Jane Blaustone geht mir schon seit einiger Zeit nach. Wie oft habe ich schon erlebt, dass mich erst Zerbruch und Schmerz Nahestehender wachrüttelt …?
Lasst uns Sicherheitsdecken ausbreiten für und auf unsere Kinder, solang wir noch können.

Kürzlich noch barfuß am Strand, ist der Herbst nun aber endgültig eingekehrt. Die Jahreszeitenwechsel bereiten mir wieder viel mehr Freude, seitdem unser Großer auf der Welt ist, immer begleitet vom passenden Liedgut.

Mit meinen Kindern Lieder zu singen erinnert mich ganz stark an meine Großeltern. Wie oft sind wir mit ihnen die selben Wege spaziert und haben dabei „Bunt sind schon die Wälder“ (oder aber „Alle Vöglein sind schon da“ oder oder oder) gesungen. Wenn ich daran denke, überkommt mich Nostalgie und ich beginne beinahe sie zu vermissen.
Wie wertvoll ist es nur, wenn man später nicht nur die Erinnerungen im Herzen trägt, sondern immer mal wieder Bilder hervorholen kann. In den letzten zwei Jahren habe ich mehrfach, und zunehmend, nicht nur Eltern und ihre Kinder fotografieren dürfen, sondern auch die Großeltern. So ein Schatz!

Heute zeige ich euch Bilder eines herrlich goldenen Herbsttages aus dem letzten Jahr, noch in Tübingen. Doch auch in Leipzig und Chemnitz gab’s schon Fotosessions mit allen Generationen der Familie – dazu bald mehr. Jetzt geht’s erstmal in meine Herzensheimatstadt und zu sehr lieb gewonnen Kunden. Da überkommt mich Nostalgie und ich beginne beinahe all das zu vermissen.

Einige von euch erinnern sich noch oder waren sogar Teil der „Portraits im Goldenen Oktober“ – kleine Familienfotosessions, die ich zwischen 2012 und 2015 jedes Jahr in Tübingen und auch im Erzgebirge angeboten habe.  Immer und immer wieder kamen liebe Menschen auf mich zu und fragten nach einer Neuauflage …

… und YAY! Dieses Jahr ist es endlich wieder soweit!

Herbstlicht // Familien-Mini-Sessions

Diese Herbstlicht-Tage finden am Samstag, den 6. Oktober in Leipzig und am Donnerstag, den 15. November in Tübingen statt.

An diesen Tagen könnt ihr euch eins der zwanzig-minütigen Zeitfenster buchen, ob mit Babybauch, ihr mit all euren Kindern oder Bilder mit Oma und Opa. Stimmungsvolles Herbstlicht, richtig viel gute Laune und noch mehr Kuschelmomente. Analog festgehalten und hochwertig entwickelt, bekommt ihr rechtzeitig vor Advent zehn digitale Aufnahmen und euer Lieblingsmotiv als 20×30 FineArt Print – und das für 180€. Auf alle Print-Bestellungen für Weihnachten bekommt ihr außerdem 10% Rabatt.

 

Hier könnt ihr euch für Leipzig anmelden: https://doodle.com/poll/k7u3vh7a3pmb44wt

Hier könnt ihr euch für Tübingen anmelden: https://doodle.com/poll/3ze6qmhvc2gvxssx

 

Of all the things my hands have held the best by far is you.

Erscheint es doch als der natürlichste Lauf des Lebens, so ist es immer wieder ein Wunder, und niemals selbstverständlich, ein Kind, sein Kind, im Arm halten zu dürfen.

Sommerbilder einer ganz besonderen Herzensfamilie.

 

Dein Name. So nennt man dich. Du bist.

Wie du heißt, das hast nicht du bestimmt. Doch das bist du.

Einen Namen geben. Genannt  Verantwortung in Freude.

Das Kind beim Namen nennen, von Anfang an. Da Leben ist. Und Leben heißt.

Wie heißt du?


 

 

Bilder eines neuen Wundermenschen, genannt „Die Siegerin“.

Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte:’Dir will ich alles schenken! Du sollst solch ein rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind. – Lindgren

Sicher kennst du sie auch, diese rosenroten Kindheitssommerferientage. Von denen man im Winter geträumt hat, und deren Bilder dir noch heute klar und deutlich vor Augen stehen. Für mich sind das: Wasserschlauchschlachten im Garten, Himbeersträucher leer mopsen, Höhlen bauen unterm Gartentisch, Eisbecher in sonnenbraune Bäuche schaufeln, nach dem Gewitter Regenbögen anschauen.

Was sind deine Bilder?


Der Sommer in Leipzig und ganz Deutschland geht nochmal in die Vollen. Zeit für Familienbilder an den Leipziger Seen, an der Lieblingseisdiele oder im Wildpark. Ich freu mich von euch zu hören!

 

Es ist so aufregend! Ich bin Tante und ganz bald ist die kleine Maus bei uns! Ach, und ich freu‘ mich so und bin so stolz – auf meine Schwester, ihren Mann, auf die Kleine, aufs Tantesein.  Vor einigen Wochen waren sie bei uns zu Besuch in Leipzig und wir haben ein paar Momente eingefangen. Die darf ich euch heute zeigen.

Vielleicht kann man den Bildern auch etwas entnehmen, wie dolle stolz ich bin :)

 

Wer uns kennt weiß: wir reisen seeehr gern, und sehr gern umher. Einige europäische Länder und Städte haben wir in den letzten gemeinsamen dreizehn Jahren erkundet, waren mehrfach in den USA, haben Israel und Indien bereist. Fernweh haben wir eigentlich fast immer. Wind, Meer, Sand – das lockte uns bisher am meisten.

Wer hätte gedacht, dass uns in diesem Sommer ein ganz anderer Ruf ereilt – nämlich der der Berge? So nah, und doch unbekanntes Gebiet für uns. Aber er ruft, der Berg, ganz laut und deutlich. Morgen geht es für uns in die Dolomiten!

Wir wandern gern, und mit unserem Großen in der Trage oder Kraxe war das bisher auch immer gut machbar. Ihn länger zu tragen ist inzwischen aber nicht mehr drin, daher wird er selbst wandern. In den letzten Monaten haben wir einige „Testwanderungen“ gemacht – um zu sehen, wie weit wir gemeinsam kommen, was uns alle motiviert durchzuhalten … und um die neuen Wanderschuhe einzulaufen :)

Eine unserer Wanderungen führte uns am wunderschönen Grünen Graben entlang zum beliebten „Kaffee Kurt“ – der hat sein Kaffeezelt mitten im Wald aufgeschlagen, mahlt den Kaffee noch gemütlich von Hand und hat guten, selbstgebackenen Kuchen dabei.  Der Grüne Graben liegt oberhalb des Schwarzwassertals ganz tief im Erzgebirge.

Hier kommen ein paar Eindrücke unserer Wanderung, wie immer festgehalten auf Film. (Zum Schluss findet ihr  ein Bild von 2016, als wir die selbe Strecke schon einmal gewandert sind. Ach, was seitdem alles passiert ist… )

 

 

Von 2016 …

 

Attention is the rarest and purest form of generosity. #simoneweil

Großzügigkeit ist eine Eigenschaft, ein Wert nach dem ich strebe. Etwas, das es immer wieder neu auszuloten und vor Augen zu halten gilt.

Als ich über dieses Zitat von Simone Weil gestolpert bin, hat der Begriff Großzügigkeit für mich nochmal an Brisanz zugenommen, und hat mich überführt. Wie oft halte ich meine Taten und Gesten für großzügig – aber ist es meine Herzenshaltung auch? Bin ich großzügig mit dem Kostbarsten – mit meiner Zeit? Und landen wir dabei nicht wieder bei einem aktuellen Trend, der so viel mehr sein sollte als das, weil er eigentlich die Macht besitzt, unsere Gesellschaft und uns selbst nachhaltig zum Positiven zu verändern – „slow living“?

Ja, das ist es doch: großzügig sein heißt langsam leben.


Der Morgen bei J. und ihren beiden Mädchen war genau das: langsam, langsam im allerpositivsten, großzügigen Sinne. Miteinander reden und spielen und lesen, der Kleinsten ein ausgiebiges Nickerchen gönnen, Obstvesper und feinstes Rhabarbercrumble schmausen (das sie extra für mich vorbereitet hatten). Diese „stinknormalen“ Morgende sind so kostbar im Elternleben, denn sie dauern – perspektivisch gesehen-  nur einen Wimpernschlag lang, prägen jedoch unfassbar tief. Umso wichtiger, gerade das ohne Hektik einzufangen, Bild für Bild.

Kommt mit ins wunderschöne, liebevolle Zuhause von J. und ihrer Familie (eine herrliche, helle Altbauwohnung im Herzen von Leipzig)!

– Alle Aufnahmen, wie immer, analog entstanden.-