Nun wohnen wir seit einem Jahr in Leipzig, haben ein Mal alle Jahreszeiten miterlebt und Leipzig in seinen vielen, wunderschönen Facetten kennengelernt. Ich dachte immer, es braucht ein Mal diesen Jahreslauf, um anzukommen. Doch es braucht so viel mehr. Es braucht Menschen und Leben teilen. Nur wo Gemeinschaft wächst, kann unser Zuhause wachsen. Und damit sind wir hier in Leipzig von Anfang an beschenkt. Unser Zuhause-Gefühl wächst.

Natürlich vermissen wir Tübingen und vermissen unsere Freunde hier im Alltag. Aber nicht nur das Ankommen hier findet statt, sondern auch das Weiterwachsen von alten Freundschaften. Wie viele Besucher hatten wir in diesem Jahr, und konnten sie in unsere Leipzig-Welt mitnehmen…!

Kommt hier noch ein Stück mit!

 

NimmFilm: Mein Labor in Leipzig-Lindenau

Wie ihr sicher wisst fotografiere ich seit zweieinhalb Jahren fast ausschließlich analog. Durch einen absoluten Zufall – insofern es so etwas gibt – stieß ich beim Bummeln auf der Georg-Schwarz-Straße in Lindenau zu Beginn des Sommers auf „NimmFilm“. Bis dahin schickte ich meine Filme immer nach Valencia oder in ein Labor westlich von Bonn. Doch was kann es besseres geben, als seine Filme sicher und persönlich ins Labor zu bringen und diejenigen persönlich zu kennen die so essentiell an der Entstehung meiner Bilder beteiligt sind? Eine meiner großen Freuden dieses Jahr: mit Andi und dem NimmFilm-Team zusammen zu arbeiten. Ich durfte jetzt im Herbst meine eigenen Filme auch schon mit scannen und es macht riesig viel Spaß ganz nah am handwerklichen Prozess dabei zu sein!

 

Wandern in der Sächsischen Schweiz

So langsam begreifen wir die strategisch günstige Lage Leipzigs. In ein bis zwei Stunden erreicht man von hier aus die wunderschönsten Ziele Mitteldeutschlands. Unser Freund Johannes und seine Familie nahmen uns mit auf eine Wanderung in die Sächsische Schweiz. Der Aufstieg durchs berühmte Nadelöhr war abenteuerlich aber alle haben es gemeistert, die Ausblicke grandios und am Abend überraschte uns die Pirna – eine ganz arg schöne Stadt!

Für  das neue Jahr haben wir eine ganze Liste mit Wochenendzielen :)

 

 

Herbst am Strand

… geht hier super. Vor allem weil die schönsten Strände fast menschenleer waren, sobald die Badesaison beendet war. Der milde Wind und die Sonne – es waren die allerschönsten Tage!

 

Quetschfest im Alten Kranwerk Naunhof

Kodak Portra 400

 

… und noch mehr Seetage

 

Zoobesuche mit der Familie

 

Im Botanischen Garten Leipzig

 

Unterwegs in unserem Viertel: Gohlis-Süd und das Rosental

Das alles macht mich dankbar, und ich freue mich auf all die altbekannten Menschen und frischen Freundschaften im neuen Jahr.

Von Herzen eine frohe Weihnachtszeit! – Wir sehen uns hier wieder irgendwann in Zweitausendneunzehn.

Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

Die Familie, in der viele Kinder heute aufwachsen, sieht ganz anders aus, als noch vor wenigen Jahrzehnten: losgelöst von der eigenen (Groß-)Familie, allein mit Mama und Papa, und nicht innerhalb größerer Gemeinschaften.
Kommt ein Kind auf die Welt, und womöglich ein zweites oder drittes, dann merkt man ziemlich schnell, wie wichtig dieses Dorf eigentlich wäre, von dem das afrikanische Sprichwort oben redet.
Unsere eigenen Familien leben nach wie vor zu weit weg, als dass sie im Alltag diese Gemeinschaft wären, die unsere Kinder brauchen. Wir können aber mit Dankbarkeit sagen, dass wir immer Freunde hatten und haben, die für uns Familie sind – unser Dorf.

Im Herbst durfte ich eine inspirierende Frau und ihre Familie kennenlernen, und zu Hause besuchen. Charlott ist Bloggerin aus Leipzig und startet ein großes Herzensprojekt – das digitale Elterndorf. Für dieses und ihren Blog durfte ich visuell festhalten, welche Werte sie als Familie leben. Und ich bin auch selbst davon überzeugt, dass diese Werte die Zukunft unserer Kinder ganz grundlegend positiv beeinflussen können.

Im Übrigen sind Charlott und ich total begeistert davon, wie gut der Ansatz ihres Blogs mit dem meiner analogen Fotografie zusammenpassen: achtsam, langsam, bewusst, und daher nachhaltig. :)

Nachfolgend könnt ihr ein kleines Interview mit Charlott lesen und euch von ihrem zu Hause inspirieren lassen. Und vielleicht ist das digitale Elterndorf genau der Ort, wo ihr euch im kommenden Jahr seht?

————————————————————————————–


Liebe Charlott, erzähl‘ doch kurz wer du bist und was es mit deinem Blog The Happy Years auf sich hat.

Liebe Sophie, zunächst erstmal ein herzlichen Dank.
Ja, also ich bin Charlott, demnächst schon 27 Jahre alt und lebe mit dem Ehefreund und meiner fast zweijährigen Tochter in unser Wahlheimat Leipzig. 2016 habe ich thehappyyears gestartet, mit der Idee einen Blog für Eltern zu schreiben, der sich ganz den Themen Nachhaltigkeit und Minimalismus mit Familie widmet. Wir selbst leben recht minimalistisch und nachhaltig und es ist mir einfach eine große Herzensangelegenheit anderen Eltern zu zeigen, wie schön Familienleben sein kann, wenn man den äußeren Ballast reduziert.

Worum geht es in deinem Herzensprojekt, dem digitalen Elterndorf?

Mit dem digitalen Elterndorf möchte ich einfach Eltern auf dem Weg in ein grünes Familienleben begleiten. Wir haben sehr viel die letzten Jahre ausprobiert und ich habe mich schon lange vor meiner Schwangerschaft mit vielen Themen rund um ein nachhaltiges Familienleben beschäftigt. Ich weiß aber auch aus eigener Erfahrung, seit unsere Tochter auf der Welt ist, dass manchmal einfach die Zeit fehlt, Sachen auszuprobieren oder überhaupt erst einmal zu recherchieren. Als Eltern braucht man manchmal einfach gute Tipps & Ideen die funktionieren und die gibt es im Elterndorf.

Warum sollte man unbedingt Teil der Dorfgemeinschaft werden?

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man ziemlich oft anecken kann, gerade mit der Familie oder den engsten Freunden, wenn man auf einmal seine Gewohnheiten verändert und für andere scheinbar komplizierter wird. Wir haben zum Beispiel, als unsere Tochter geboren war, oft heftigen Gegenwind für unsere Stoffwindeln bekommen oder auch die Art und Weise wie wir schenken. Vor der Geburt waren wir gerade erst nach Leipzig gezogen und uns fehlte der Anschluss an gleichgesinnte Eltern. Deshalb gibt es die digitale Dorfgemeinschaft. Ich glaube nämlich, um Veränderungen anzustoßen braucht es Mut und Rückenwind und den gibt es im Elterndorf.

Wie werdet ihr als #slowfamily Weihnachten feiern?

Das ist schön, dass du fragst. Also wir werden sowohl Heiligabend als auch die Weihnachtsfeiertage zu dritt in Leipzig verbringen und die Zeit zusammen genießen. Im Dezember ist der Ehefreund für gewöhnlich viel auswärts arbeiten, weshalb wir es immer genießen, ganz viel Familienzeit zu haben. Wir werden also sicher etwas schönes kochen, es uns gemütlich machen, vielleicht schneit es ja sogar und uns aller Wahrscheinlichkeit die meiste Zeit im Kinderzimmer beim spielen mit der Eisenbahn wiederfinden. Geschenke gibt es bei uns dieses Jahr nicht, auch nicht für unsere Tochter. Wir glauben, das größte Geschenk ist einfach Zeit. Wir haben lange überlegt, ob es nicht doch ein Spielzeug oder ähnliches geben soll, aber uns ist nichts eingefallen, was unserer kleinen aber feinen Spielzeugsammlung fehlen könnte. Von den Großeltern und Uhrgroßeltern wird es nach Weihnachten Geschenke geben und da haben vor allem nützliches, das sowieso gebraucht wird, gewünscht.

 

 

PS: Hier könnt ihr euch noch bis zum 22. Dezember fürs digitale Elterndorf anmelden.

Unbestritten: dieser Sommer war gigantisch. Terrasse und Garten waren unser ausgelagertes Wohnzimmer, wochenlang haben wir keine Mahlzeit drinnen am Tisch gesessen. Passiert ist nicht viel – und das war gut so. Jetzt sind die Bäume vor unserem Haus schon in herrliches gelb und rot getaucht, doch ein bisschen hängen wir dem Sommer noch nach. Und deshalb gibt es heute eine neue Folge der Stammplätze – Leipzig im Sommer.

Fest steht nämlich auch: dieser Sommer hat unsere Leipzigliebe noch weiter entfacht. Langsam leben in der Großstadt? Geht hier unbedingt!

 

Unser Start in die Fußball-WM an der Schladitzer Bucht war euphorisch …

… aber der Ausgang hat unser Sommermärchen keineswegs geschmählert ;)

 

Leipziger Hörspielsommer auf dem Richard-Wagner-Hain …

… mit einer super witzigen Puppentheater-Aufführung vom Froschkönig.

 

Und ab und zu ein Nachmittag im Zoo.

 

Sommerabende am Schladitzer See

 

Noch mehr Sommerabende mit unserer tollen Hausgemeinschaft im Garten.

 

Gosenschenke in Leipzig-Gohlis.

 

Unsere Großen sind jetzt Kindergartenkinder …

… und zur Feier dessen haben wir mit ihnen eine Bootstour auf der Pleiße gemacht. Wohlgemerkt: wir befinden uns dort immer noch mitten in der Stadt :)

   

 

Ein Sommer, den wir hauptsächlich am Wasser verbracht haben …

… endete auch dort. Hier am Hainer See im Süden Leipzigs.

 

Nicht abgebildet: Eis Eis Eis. Mein Lieblings hab ich auch gefunden: Milchreis-Eis mit Sahne, gibt’s beim Eis an der Kö.

 

 

 

 

 

 

Chemnitz, wer kennt es nicht in diesen Tagen? Nunja, dort komme ich her. Ich bin dort zur Schule gegangen, habe viel Zeit dort verbracht, habe immer noch enge Freunde, die dort leben, genauso wie Familie in der Nähe. Dass es nach wie vor rechtes Gedankengut und Nazis gibt, das ist in dieser Region wahrlich nichts neues. Ich wurde im Bewusstsein dessen groß und kannte auch selbst einige dieser Leute.

Ich bin sehr traurig über all das, was in Chemnitz in der vergangenen Woche los war. Früher war ich bei Demos gegen rechts dabei – und hatte auch überlegt, gestern zu der großen Protestveranstaltung zu fahren. Dann dachte ich an meine Kinder.

In diesem Winter wurde mir in der Leipziger Innenstadt mein Handy gestohlen, als ich mit beiden Kindern unterwegs war. Seitdem ist das eins der Themen Nummer eins für unseren Sohn: warum Menschen stehlen und wo die Diebe sind. All das wurde noch befeuert, als während unseres Urlaubs in unseren Keller eingebrochen wurde. Er horcht sofort auf, wenn irgendwo draußen ein Alarm zu hören ist, und nachts hat er „Angst vor Einbrechern“. Er ist drei Jahre alt. Ich finde, er weiß schon genug über „das wahre Leben“, auch ohne dass ich ihn mit zum Anti-Nazi Protest schleppe.

Aber was kann ich als Mutter von kleinen Kindern tun? Ich habe viel darüber nachgedacht und bin zu einem Schluss gekommen: ich kann an eine bessere Welt, an einen bessern Ort, glauben, wo Liebe regiert – und in den kleinen Kreisen meiner Familie, meiner Nachbarschaft, meiner Stadt danach handeln. Anderen Menschen mit Respekt zu begegnen, von anderen Menschen respektvoll zu sprechen. Über jeden. Jeden.

An eine bessere Welt zu glauben, wird meine Kinder dazu inspirieren auch weiterhin daran zu glauben – und danach zu handeln.

Lass deinen Ärger oder Hass gegenüber diesen wütenden, fehlgeleiteten Menschen nicht dein Herz gewinnen. Liebt, Leute, liebt.

Zugegeben: zum heulen ist mir nicht zumute, wie der Titel dieses Blogbeitrags vermuten lässt. Doch ein wenig Wehmut und Fernweh hab ich schon. Viel zu kurz war unsere Zeit in den Bergen von Südtirol. Zu kurz, um all die überwältigende Schönheit erfassen zu können. Ich habe versucht, sie etwas einzufangen – die wundersamen Felsformationen, die endlosen Almwiesen und vor allem: das Blau – the blues.  Kaum für möglich zu halten, wie viele unterschiedliche Blautöne wir entdeckt haben: himmelblau, indigo, türkis, königsblau, eisblau, rauchblau … Das hat mich wirklich tief beeindruckt, eine Wohltat für Auge und Seele.

Ich hoffe, das ist es auch für euch, wenn ich hier einige unserer Bilder aus Südtirol mit euch teile. Wie immer, alle gezeigten Bilder aufgenommen auf gutem alten Film – was auch bedeutet: die Bilder sind „straight out of the camera“, also nicht nachbearbeitet. Die Blautöne treffen somit annähernd die Realität :)


Aussicht von unserem Balkon, auf dem schönen Stocknerhof bei Brixen

Den Woody Walk entlang zur Rossalm

Karersee & Montiggler See

Ein kleiner Traum geht in Erfüllung – Boot fahren auf dem Pragser Wildsee

Unverhofft einen Schatz entdecken: der Dürrensee

Wer uns kennt weiß: wir reisen seeehr gern, und sehr gern umher. Einige europäische Länder und Städte haben wir in den letzten gemeinsamen dreizehn Jahren erkundet, waren mehrfach in den USA, haben Israel und Indien bereist. Fernweh haben wir eigentlich fast immer. Wind, Meer, Sand – das lockte uns bisher am meisten.

Wer hätte gedacht, dass uns in diesem Sommer ein ganz anderer Ruf ereilt – nämlich der der Berge? So nah, und doch unbekanntes Gebiet für uns. Aber er ruft, der Berg, ganz laut und deutlich. Morgen geht es für uns in die Dolomiten!

Wir wandern gern, und mit unserem Großen in der Trage oder Kraxe war das bisher auch immer gut machbar. Ihn länger zu tragen ist inzwischen aber nicht mehr drin, daher wird er selbst wandern. In den letzten Monaten haben wir einige „Testwanderungen“ gemacht – um zu sehen, wie weit wir gemeinsam kommen, was uns alle motiviert durchzuhalten … und um die neuen Wanderschuhe einzulaufen :)

Eine unserer Wanderungen führte uns am wunderschönen Grünen Graben entlang zum beliebten „Kaffee Kurt“ – der hat sein Kaffeezelt mitten im Wald aufgeschlagen, mahlt den Kaffee noch gemütlich von Hand und hat guten, selbstgebackenen Kuchen dabei.  Der Grüne Graben liegt oberhalb des Schwarzwassertals ganz tief im Erzgebirge.

Hier kommen ein paar Eindrücke unserer Wanderung, wie immer festgehalten auf Film. (Zum Schluss findet ihr  ein Bild von 2016, als wir die selbe Strecke schon einmal gewandert sind. Ach, was seitdem alles passiert ist… )

 

 

Von 2016 …

 

Die ersten sommerlich-heißen Tage liegen hinter uns, der letzte Hauch von Rhabarber-Pfingstrosen-Frühling verfliegt. Noch spät hat es im März geschneit, aber dann kamen warme Frühlingstage mit voller Wucht. Das viele Draußensein hat unser Ankommen hier in Leipzig beschleunigt. Wir sind sehr dankbar für unseren tollen Garten, den wir mit den weltbesten Nachbarn teilen, bewirtschaften und beleben. Aber auch die Stadt hat uns viele herrliche neue Seiten gezeigt. Wir verlieben uns immer mehr in Leipzig und haben weitere Stammplätze gefunden. Kommt mit!

Dampfloktag in Leipzig-Plagwitz

Wir genießen die Frühlingstage im Garten und auf der Terrasse

Die Jahreskarte vom Zoo hat sich inzwischen längst bezahlt gemacht

Dort, wo Leipzig sich ein bisschen wie Hamburg anfühlt

Fotografieausstellung im Tapetenwerk

Gärtnerei Annalinde

Und weiter geht’s mit dem Entdecken der vielen herrlichen Leipziger Seen – Hainer See im Süden und Schladitzer Bucht im Norden … (Das Blau ist echt!)

Herzensgrüße aus Leipzig! Ich wünsche euch einen schönen Sommer mit viel Seeluft!

Am ersten warmen Frühlingstag vor einigen Wochen traf ich Sarah und ihren kleinen Sohn am Cospudener See bei Leipzig. Nicht nur dass zum ersten Mal so richtig die Vögel zwitscherten und eine laue Brise wehte, auch für Sarah und ihre Familie lag Neuanfang in der Luft. Inzwischen hat sich viel für die ganze Familie geändert: die kleine Schwester ist wohlbehalten auf die Welt gekommen!
Natürlich, die Vorfreude auf ein neues, weiteres Baby ist riesig, aber irgendwo, ganz tief drinnen, spürt und ahnt man, dass sich viel mehr ändern wird, als dass „einfach“ ein neues Familienmitglied hinzukommt.
Die letzten Tage und Wochen mit unserem Sohn vor der Geburt seiner kleinen Schwester waren für mich ebenfalls unendlich kostbar. Es war ein anderes Leben.
Und deshalb war es auch so wertvoll, diese Momente von Sarah und ihrem kleinen Großen festhalten zu dürfen.
—————————
Unser Umzug von Tübingen nach Leipzig bedeutete auch für mich und meine Fotografie einen Neuanfang. Ab Juni können wir uns endlich ganz offiziell für euer Fotoshooting mit mir in Leipzig und Umgebung treffen, bei euch zu Hause, am See oder an einem der viiielen anderen schönen Orte hier (von denen ich die meisten noch nicht kenne und ganz sicher Nachholbedarf habe). Meldet euch gern über das Kontaktformular!

 

 

PS: Auf nopantstoday teilt Sarah Gedanken, Freuden, Herz. Unbedingt mal vorbeischauen!

Ein Lebenszeichen aus unserer neuen alten Heimat zu senden ist längstens überfällig – hier ist es.

Wir leben, es geht uns gut, wir kommen an. Letzteres wird wohl noch etwas dauern, doch es gibt  viele Menschen, Dinge und Erlebnisse, die uns das Ankommen erleichtern und schöner machen: Familie & alte Freunde wieder öfter sehen. Neue Freunde, die uns helfen wo sie nur können. Unser wunderschönes kleines Haus. Die Seen rund um die Stadt. Der Zoo. Oder raus in den Wald. Messen, Museen, Cafés. Neue Stammplätze finden. Und: diese neuen Stammplätze mit unseren vielen lieben Freunden teilen zu können, die uns bereits besucht haben oder bald zu Besuch kommen.

So wie ich euch vor einigen Monaten einige Tübinger Stammplätze hier geteilt habe, kommen heute einige neue aus Leipzig hinzu. Wie immer festgehalten auf Film.

 

Neue Stammplätze Teil I – oder: Leipzig im Winter

// Unser Kiez

 

// Mit unseren ersten Besuchern Leipziger Sehenswürdigkeiten entdecken. Das Völkerschlachtdenkmal.

 

//Ein langer Winter im neuen Heim.

 

// Die ersten milden Tage. Mit Tante Katha am „Cossi“.

 

// Im Leipziger Zoo. Wir haben eine Jahreskarte :)

 

// Neue Spielplätze.

 

// Cafés ausprobieren.

 

// Im Garten mit Freunden.

 

// Na, ratet mal wohin uns zahlreiche Ausflüge in den letzten Wochen führten? :)

 

 

Eine gute Freundin teilte ein paar weise Worte mit uns in dieser Zeit des Ankommens:

 

Bloom where you are planted.

 

Wir sind nun hierher nach Leipzig verpflanzt. Wir hoffen, und sind uns sicher, dass wir bald Wurzeln schlagen und blühen werden. So viel sei gesagt: ein paar erste Fotoprojekte keimen schon. Ich freu‘ mich drauf! Stay tuned! :)

Diese Zeilen zu schreiben versetzt mir einen großen Stich. Geliebtem auf Wiedersehen zu sagen tut weh.

Meinem geliebten Tübingen auf Wiedersehen zu sagen schmerzt. Tübingen und all den wunderbaren Menschen dort. Tübingen, das ich fast zehn Jahre lang mein zu Hause nennen durfte. Tübingen, der Ort an dem ich erwachsen geworden bin.  Tübingen, der Geburtsort meiner Kinder. Und Tübingen, das mir mit der Fotografie neue Wege und Welten erschlossen hat. Für all das und noch mehr bin ich dankbar.

Nachdem nun klar war, dass wir unsere Zelte bald woanders aufschlagen werden, haben wir die Stadt irgendwie mit anderen Augen gesehen. Haben Stammplätze immer und immer wieder aufgesucht, Lieblingssachen nochmal gemacht, und dokumentiert.

Hier folgt eine Auswahl unserer Stammplätze & Lieblingssachen. (Und Achtung, gut weiterlesen, es folgt eine kleine Überraschung :)).

 

Il Dolce

Die allerbesten (italienischen) Konditorwaren der Stadt! Tut Bauch und Seele gut, in jeder Lebenslage. Mein Favorit: Pasticcino Nero.

 

Baden am Neckar

In trockenen Phasen tauchen am unteren Neckar herrliche Sandbänke auf. Dort lässt sich’s wunderbar toben und baden.

 

 

Spazieren auf dem Bergfriedhof

Ruhe. Nachdenken. Jahreszeiten beobachten. Und ein wunderschöner Ausblick übers Ammertal.

 

 

Stocherkahnfahren

Vielleicht eine gewagte Behauptung, aber … wer nicht Stocherkahn gefahren ist, war nicht in Tübingen. Oder? :)

 

 

Ein Eis in der Neckargasse

Die ewige Diskussion, ob das Eis bei der linken oder rechten Eisdiele in der Neckargasse am besten schmeckt – welcher Tübinger kennt sie nicht? Wir haben’s einst am Schokoladeneis erprobt und einstimmig einen Favoriten gekürt. ;)

 

 

Schönbuch

Das Naturschutzgebiet Schönbuch zieht sich im Norden und Westen um Tübingen herum und hat wahnsinnig viele, einzigartige Orte zu bieten.

 

 

Florian

Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht, was ich ohne diesen Laden in meinem Leben tun werde. Ich liebe liebe liebe den Stil von „Florian“ – man erkennt ihn sofort, einen Strauß von „Florian“!

 

 

Wochenmarkt

Ein Wochenmarkt lässt sich in der neuen Stadt sicher finden, aber auch dieser Stand hier, der wird wohl kaum zu ersetzen sein. Himmlische Cremes, wunderbare Oliven und eingelegte Mini-Kürbisse, die süchtig machen. Außerdem tun die Besitzer alles dafür, dass schon kleine Kinder Feinschmecker werden – eine Schale Zitronenoliven gibt’s immer umsonst obendrauf.

 

 

Hanseatica

Mein absolutes Lieblingscafé. Mein Stammplatz. Mit dem allerallerbesten Milchkaffee (schmeckt sogar entkoffeiniert).

 

Altstadt

Auch nach zehn Jahren und unzähligen Spaziergängen durch die Tübinger Altstadt, hat mich eins immer wieder umgehaun: man kann garantiert bei jedem Spaziergang etwas entdecken, das einem zuvor noch nie aufgefallen ist.

 

 

Platanenallee

Die Platanenallee ist pompös, und wunderschön – bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Und ganz besonders lieb‘ ich sie, weil man dort den Herbst so toll hören kann.

 

 

Enten Füttern an der Steinlach-Mündung

Dort wo die Steinlach in den Neckar mündet leben viele Enten und Schwäne, die gern gefüttert werden. Dorthin führte uns immer unser Standard-Mini-Spaziergang. Und inzwischen fingen die Enten schon an zu schnattern, wenn sie uns nur ganz von Weitem mit einem Beutel kommen sahen. Hach.

 

 

Wer es bis hierher geschafft hat, darf nun von meiner Sentimentalität profitieren und etwas Feines gewinnen.

Kommentiert dafür hier unter dem Blogpost, was euer Stammplatz in Tübingen ist – oder welcher es werden könnte. Unter allen Einträgen verlose ich nach Wunsch einen kleinen Gutschein vom „Florian“ oder „Hanseatica“. Das Gewinnspiel endet am Dienstag, den 28.11., um 12 Uhr.

 

Sicher ist: wir werden immer wieder nach Tübingen zurückkehren, denn wir haben an diese Stadt unser Herzen verloren. Allerdings nicht vollständig. Der Rest gehört einer Neuen. Leipzig.

 

Auf Wiedersehen, Tübingen. Auf bald, Leipzig.