Kürzlich stolperte ich über einen Satz, der mich seitdem nicht mehr loslässt.

Three things we should never rush: childhood, our grief, our becoming. *

Dass ich das Trauern und Klagen, und ja auch das Wütend sein, über den Tod unseres ersten Jungen nicht beschleunigen konnte, wurde mir im Laufe der Zeit immer mehr klar. Es brauchte die Zeit, die es brauchte. Punkt. Und es dauert an, wenn auch in anderen Formen. All das ist ebenso Teil meines Werdens, zu der die ich sein darf.

Was mir in diesem Prozess wichtig geworden ist: Gib dir Zeit. Schließlich bleibt dein Erwachsenen-Leben ein Werden, es wird im Hier und Jetzt zu keiner Vollendung kommen. Du als Mutter und als Vater wirst es immer werden, nie vollständig DIE Mutter oder DER Vater sein. Das anzunehmen macht frei, finde ich, und führt auch dazu, dass deine Kinder das sein können, was sie tatsächlich SIND: Kinder.

 

* Das Zitat stammt vom US-amerikanischen Therapeuten Mike Foster.

 

 

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