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Kürzlich stolperte ich über einen Satz, der mich seitdem nicht mehr loslässt.

Three things we should never rush: childhood, our grief, our becoming. *

Dass ich das Trauern und Klagen, und ja auch das Wütend sein, über den Tod unseres ersten Jungen nicht beschleunigen konnte, wurde mir im Laufe der Zeit immer mehr klar. Es brauchte die Zeit, die es brauchte. Punkt. Und es dauert an, wenn auch in anderen Formen. All das ist ebenso Teil meines Werdens, zu der die ich sein darf.

Was mir in diesem Prozess wichtig geworden ist: Gib dir Zeit. Schließlich bleibt dein Erwachsenen-Leben ein Werden, es wird im Hier und Jetzt zu keiner Vollendung kommen. Du als Mutter und als Vater wirst es immer werden, nie vollständig DIE Mutter oder DER Vater sein. Das anzunehmen macht frei, finde ich, und führt auch dazu, dass deine Kinder das sein können, was sie tatsächlich SIND: Kinder.

 

* Das Zitat stammt vom US-amerikanischen Therapeuten Mike Foster.

 

 

Of all the things my hands have held the best by far is you.

Erscheint es doch als der natürlichste Lauf des Lebens, so ist es immer wieder ein Wunder, und niemals selbstverständlich, ein Kind, sein Kind, im Arm halten zu dürfen.

Sommerbilder einer ganz besonderen Herzensfamilie.

 

Dein Name. So nennt man dich. Du bist.

Wie du heißt, das hast nicht du bestimmt. Doch das bist du.

Einen Namen geben. Genannt  Verantwortung in Freude.

Das Kind beim Namen nennen, von Anfang an. Da Leben ist. Und Leben heißt.

Wie heißt du?


 

 

Bilder eines neuen Wundermenschen, genannt „Die Siegerin“.

Eine meiner liebsten Lyrikerinnen ist Mary Oliver. Sie schrieb einmal:

Instructions for living a life:

Pay attention.
Be astonished.
Tell about it.

Das klingt so einfach, und ist doch so schwer. Für Kinder aber ist es das natürlichste Vorgehen, so leben sie. Leben.

Ich will nicht müde werden, mir in dem Allen immer wieder ein Beispiel an ihnen zu nehmen. Acht zu geben, zu staunen, darüber zu sprechen. Ganz sicher: so lässt sich die Welt zum Guten ändern.

 

Es gibt Orte  – Plätze, Städte, Länder -, die ganz unweigerlich mit deinem Leben, mit der Geschichte deiner Familie, verknüpft sind. Das kann positiv sein, sodass du später immer nostalgisch werden wirst, sobald du an diesen Ort denkst. Das kann auch negativ sein und vielleicht möchtest du niemals wieder an diesen Ort zurückkehren. Oder es ist zerreißend ambivalent, so wie für die Familie auf den Bildern des heutigen Blogposts. Tübingen ist für sie so viel, so viel Traurigkeit, Herausforderung, Hoffnung, Freundschaft, Leben. Doch gerade deswegen wollten sie ihre Familiengeschichte an genau diesem Ort in Bildern erzählt haben. Das hat mich sehr bewegt.

Lass dich ein auf die Orte deines Lebens.

// Mehr über ihre mutige Geschichte kannst du übrigens hier nachlesen.

 

In letzter Zeit beschäftige ich mich viel mit dem Thema „Zuhause“. Ich habe gemerkt, dass der bekannte Spruch „Home is where your heart is“ zwar richtig ist, aber nicht vollständig. Damit ist doch zumeist gemeint, dass dein Zuhause dort ist, wo die Menschen sind, an die du dein Herz verschenkt hast.

Ja. Auch. Und doch hat Zuhause auch viel mit einem Ort und dessen Details zu tun. Mit Gesten und Traditionen, die man miteinander erschafft und pflegt. Einmal mehr hat mir das der Besuch bei der neu geborenen J und ihren Eltern gezeigt. Weiße Kissen und Decken und Schaffelle, die Js Mama sammelt, um ein gemütliches Zuhause zu schaffen. Die von der Oma gehäkelte Decke, in die J gekuschelt war. Der Papa, der aus den Resten des Schleierkrauts auch noch einen Mini-Haarkranz für Klein-J gezaubert hat. Einfach so. Seine Idee.

Wow, ich war wirklich platt. Das ist Zuhause.


Hier kommen nun ein paar Aufnahmen, digital und analog, von einem wunderbar ruhigen Morgen, der nach Zuhause riecht und schmeckt und danach aussieht.

 

 

Und dann haben wir auch noch einen kleinen Spaziergang gemacht …

 

Eine wunderschöne, natürliche Mama, die voll Erwartungsfreude ist. Ein lauer Sommerabend mit Grillenzirpen und einer angenehmen Brise. Frisches Wasser, das die müden Füße kühlt. Herzhaft zusammen lachen. Was will man mehr? :)