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Kürzlich stolperte ich über einen Satz, der mich seitdem nicht mehr loslässt.

Three things we should never rush: childhood, our grief, our becoming. *

Dass ich das Trauern und Klagen, und ja auch das Wütend sein, über den Tod unseres ersten Jungen nicht beschleunigen konnte, wurde mir im Laufe der Zeit immer mehr klar. Es brauchte die Zeit, die es brauchte. Punkt. Und es dauert an, wenn auch in anderen Formen. All das ist ebenso Teil meines Werdens, zu der die ich sein darf.

Was mir in diesem Prozess wichtig geworden ist: Gib dir Zeit. Schließlich bleibt dein Erwachsenen-Leben ein Werden, es wird im Hier und Jetzt zu keiner Vollendung kommen. Du als Mutter und als Vater wirst es immer werden, nie vollständig DIE Mutter oder DER Vater sein. Das anzunehmen macht frei, finde ich, und führt auch dazu, dass deine Kinder das sein können, was sie tatsächlich SIND: Kinder.

 

* Das Zitat stammt vom US-amerikanischen Therapeuten Mike Foster.

 

 

Manchmal trifft man Menschen im Leben, mit denen passt’s einfach. Es kommt einem dann so vor, als würde man sich schon ewig kennen. Deshalb konnte ich den Vormittag bei dieser süßen Familie auch ganz besonders genießen. Warmen Kaffee trinken, dahocken und über die Verrücktheit des Elternseins quatschen, und wie nebenbei ein paar Bilder machen. Danke, ihr lieben drei, und auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Eine wunderschöne, natürliche Mama, die voll Erwartungsfreude ist. Ein lauer Sommerabend mit Grillenzirpen und einer angenehmen Brise. Frisches Wasser, das die müden Füße kühlt. Herzhaft zusammen lachen. Was will man mehr? :)

 

Dass es als Mama gut tut, andere und womöglich viel erfahrenere Mamas um sich herum zu haben, ist nichts Neues. Oft kann man sich einiges von ihnen abschauen. Kaum eine andere verkörpert das für mich jedoch so sehr wie diese hier. Sie und ihre Kleinste (Fünfte!) machten uns am Morgen des 1. Geburtstags der Kleinen auf den Weg zu den Tulpenfeldern außerhalb der Stadt. Es hat mich einfach schon immer und an diesem Morgen wieder total beeindruckt, wie sie es schafft, ihren Kindern auf ganz natürliche Weise kleine, aber feine und sicher sehr wichtige Freiräume zu geben. Dinge nicht zu kontrollieren, sondern sie machen zu lassen – Blüten zerrupfen, mit dem Messer Gras schneiden, Münzen in den Behälter stecken zu lassen. Ich möchte das auch lernen!

Für mich als frischgebackene Mama war es also ein wahnsinnig inspirierender Morgen.