So viel mehr.

Einige von euch kennen die schöne Mama aus dem heutigen Blogpost sicher schon – es war bereits das vierte Mal, das ich C. in den letzten fünf Jahren fotografieren durfte. Mit ihren besten Freundinnen, mit dem Mann an ihrer Seite, bei ihrer Hochzeit am Bodensee – und vor einigen Wochen voll froher Erwartungen. Diesmal an einem der herrlichen Leipziger Seen.

Es mag etwas schwülstig klingen, aber das alles macht mich wirklich demütig. Dass ich immer wieder an unterschiedlichen Punkten in der Geschichte einer Familie dabei sein darf und damit betraut werde, sie einzufangen, sie festzuhalten, zu schaffen was bleibt – dabei werde ich ganz klein vor Staunen vor jeder einzigartigen Menschengeschichte.

Mit all unseren digitalen Möglichkeiten ist man als Fotografen, als Eltern, als Fotografeneltern, verlockt, ständig alles festhalten zu wollen und zu müssen. Natürlich ist es schön, so viel festhalten zu können – aber … fünfzehn Varianten des exakt gleichen Motivs? Irgendwas wird schon dabei sein? Wer kann diese Bilderflut noch bewältigen? Wo liegt noch der Wert eines Bildes?

Ich werde öfters angefragt, ob ich nicht mal ein paar schöne Bilder machen könne. Und ja – es sollen schöne Bilder von euch entstehen.

Doch letztlich geht es um SO VIEL MEHR als „ein paar schöne Bilder“. Es geht um eure Familiengeschichte, die in kostbaren Bildern konserviert wird, für eure Endlichkeit und die Nachwelt. Wer kann den Wert dessen tatsächlich erfassen?

 

Hier kommen nun die Bilder eines weiteren wichtigen Lebensabschnitts zweier, nein dreier Menschen. Entstanden am Störmthaler See bei Leipzig, wie immer analog auf Film.

 

Vatersein, Muttersein.

Am Sonntag ist wieder – Muttertag. Grund zur größten Freude, Grund für größten Schmerz. Anlässlich des letzten Muttertags veröffentlichte ich im letzten Jahr ein Bild&Gedanken Projekt, „define:mother“. Darin erzählten Mütter von ihrem einzigartigen, und ja – auch schmerzhaften – Wegen zum Muttersein. Jede wagte sich an eine, ihre persönliche Definition dafür, was eine Frau zur Mutter macht.

Hier könnt ihr alle Geschichten noch einmal nachlesen: http://www.definemother.com/

Immer und immer wieder, auch viele Monate später, bekam ich Rückmeldungen zu define: mother, was mich sehr berührt hat. Deshalb soll es damit weitergehen, wenn auch nicht so „geballt“ wie im letzten Jahr. Außerdem möchte ich in Zukunft die verschiedensten Menschen dafür ins Boot holen. Ich bin mir ganz sicher, dass es immer wieder Anstöße liefern wird, den eigenen Horizont weit zu machen.


Was sagen Väter zum Muttersein? Wie empfindet ein Vater Mütter? Hier kommt heute die Antwort eines jungen Papas und ein paar Aufnahmen – eines „wunderschönen müden Papas“, wie seine Frau sagte. Aufgenommen in Leipzig, wie immer analog auf Film.

 

 

Eine Mutter ist ein Macher, ein Durchhalter, ein Fels in der Brandung. Immer auf Abruf, immer auf Achse, immer am Machen. Eine Mutter ist erschöpft, nie ausgeschlafen, unter Dauerdruck. Muttersein ist eine Zerreißprobe zwischen Glückseligkeit und Verzweiflung, zwischen Selbstaufgabe und Erfüllung. Muttersein ist die Bürde der Verantwortung für alles und die Entlohnung der immer währenden Liebe. Eine Entscheidung fürs Leben uns die größte die man fällen kann.

 

Neuanfang.

Am ersten warmen Frühlingstag vor einigen Wochen traf ich Sarah und ihren kleinen Sohn am Cospudener See bei Leipzig. Nicht nur dass zum ersten Mal so richtig die Vögel zwitscherten und eine laue Brise wehte, auch für Sarah und ihre Familie lag Neuanfang in der Luft. Inzwischen hat sich viel für die ganze Familie geändert: die kleine Schwester ist wohlbehalten auf die Welt gekommen!
Natürlich, die Vorfreude auf ein neues, weiteres Baby ist riesig, aber irgendwo, ganz tief drinnen, spürt und ahnt man, dass sich viel mehr ändern wird, als dass „einfach“ ein neues Familienmitglied hinzukommt.
Die letzten Tage und Wochen mit unserem Sohn vor der Geburt seiner kleinen Schwester waren für mich ebenfalls unendlich kostbar. Es war ein anderes Leben.
Und deshalb war es auch so wertvoll, diese Momente von Sarah und ihrem kleinen Großen festhalten zu dürfen.
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Unser Umzug von Tübingen nach Leipzig bedeutete auch für mich und meine Fotografie einen Neuanfang. Ab Juni können wir uns endlich ganz offiziell für euer Fotoshooting mit mir in Leipzig und Umgebung treffen, bei euch zu Hause, am See oder an einem der viiielen anderen schönen Orte hier (von denen ich die meisten noch nicht kenne und ganz sicher Nachholbedarf habe). Meldet euch gern über das Kontaktformular!

 

 

PS: Auf nopantstoday teilt Sarah Gedanken, Freuden, Herz. Unbedingt mal vorbeischauen!

Babybauch Papa Leipzig Winter

Ein Jahr her.

Der letzte Blogpost ist schon eine ganze Weile her. Inzwischen fühlen wir uns hier in Leipzig angekommen, sind dankbar für unser Häuschen, die Stadt, die Nähe zur Familie, und erste Banden neuer Freundschaften. Ein paar Bilder der ersten Monate werden ganz bald auch den Blog hier zieren.

Heute möchte ich euch die Bilder einer Fotosession zeigen, die nun schon ein Jahr her ist. A & V, voll Vorfreude und Erwartung, aufs Familiesein, Elternsein, Mama- und Papasein. Ein Jahr wird der kleine Spatz bald alt! Ich fragte A was sie ihrem Selbst von vor einem Jahr gern sagen würde …

Bleib du selbst. Versuche dein Kind in dein Leben zu integrieren. Ganz natürlich.

Was wäre es denn, was du deinem Selbst gern sagen würdest, kurz bevor dein erstes Kind zur Welt kam? Ich freue mich über spannende Beiträge in den Kommentaren!

 

Bei mir wäre es übrigens …

Prinzipien sind gut, doch nicht um jeden Preis. Sei frei, sie auch mal zu brechen.

 

 

Was wir haben

Kürzlich kam mein Mann nach Hause und erzählte mir, er habe heute einen Spruch gehört, der ihm nicht mehr aus dem Kopf ging:

Wir verbringen mehr Zeit damit, darüber nachzudenken, was wir nicht haben, als darüber, was wir haben.

Wie wahr. Und wie traurig, dass es wahr ist, fanden wir. Und so entschlossen wir uns – und müssen das sicher immer wieder neu tun – den Spieß umzudrehen. Darüber nachzudenken, was wir haben. Und dann wird klar: wir haben alles und noch mehr.

 

Hier ein paar ganz persönliche Eindrücke von unserem bisherigen Sommer Zweitausendsiebzehn, festgehalten auf Film … .

 

Ich wünsche euch noch einen wunderbaren August mit viel Sonne im Gesicht, einer milden Brise im Haar, Wasser auf der Haut, Gras unter den Füßen, Aprikosen im Bauch.


 

 

Am Neckar.

 

Wir vier.

 

Mittagsschlaf.

 

Wir fünf …

 

Für immer unser Lieblingseisundkuchenladen.

 

Unsere neuen Mitbewohner sind da.

 

Wer noch hat selber MiniMilk-Kindheitserinnerungen?

Zwischen den Jahren.

Zweitausendsiebzehn klopft an die Tür. Die ersten Termine wollte es schon lang in seinen Kalender eingetragen haben. Pläne. Das Leben passiert, wenn du Pläne gemacht hast. Wie ich wohl in einem Jahr auf Zweitausendsiebzehn zurückblicke? Was sehe ich in Zweitausendsechzehn?

Etwas persönliches. In meinem Zweitausendsechzehn sehe ich viel, zu viel, davon: Angst. Trauer. Erschöpfung. Hilflosigkeit. Das Leben ist passiert. Es hat Menschen gehen lassen und die Pläne von uns und vielen, die wir lieben, vollständig durcheinander gebracht.

Welche Erwartungen habe ich nun noch an Zweitausendsiebzehn? Kann ich noch, kann ich wieder Gutes erwarten? Und du?

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Diese Familie hier in den Bildern erwartet. Und erwartet Gutes, viel davon. Und ich erwarte mit und freue mich auf den Tag der guten Nachricht.

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Alles Liebe dir für dein Zweitausendsiebzehn, von ganzem Herzen.

 

 

Gemeinsam leicht.

Lange saßen sie dort und hatten es schwer, doch sie hatten es gemeinsam schwer und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht.

Astrid Lindgren

 

Dieser Vormittag war alles andere als schwer. Wir hatten riesig viel Spaß, Steine in die Steinlach zu werfen, über Steine zu klettern, zu toben, zu küssen, zu sein. Bald vier.

Und trotzdem. So leicht wird es nicht immer gehen. Das ist allen klar … außer dem Kleinen vielleicht. Doch egal was kommen mag, es geht gemeinsam. Und das ist ein Trost.

 

 

Frech, wild, wunderbar

Astrid Lindgren sagte einmal:

 

Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.

 

Gestern durfte ich diese fantastische Familie besuchen, denn die kleine Schwester ist nun endlich da.

Ein Sommerwunder. Ein Wunder, jedes Mal auf’s Neue. Sich wundern – dass wir das noch nicht verlernt haben …!? Sich wundern lernt man mit Astrid Lindgren immer wieder. Sich wundern über ihre Aussage. Darüber stolpern, stehen bleiben, den Gedanken verfolgen. Ja, es ist wunderbar, wenn man auch frech und wild sein kann. Und darf. Und sich nicht unterkriegen lässt. Das wünsche ich diesen vier Wundern.

 

Blog Fam Bensel I-12

Heute

„Welchen Tag haben wir?“, fragte Winnie Pooh .

„Es ist heute.“, antwortete Piglet .
„Oh, mein Lieblingstag!“, erwiderte Pooh.


Im hier und jetzt leben. Sich nicht allzu sehr um morgen zu sorgen. Leicht abgedroschen, aber: den Moment genießen. Beim Shooting mit Kerstin und ihren Männern hatte ich das Gefühl, dass die drei gerade das einfach leben. Ohne groß darüber zu reden. Präsent sein. Zuhören. Auf der Straße tanzen.

Hier kommen nun ein paar Bilder von unserer gemeinsamen Zeit, hauptsächlich analoge Aufnahmen (das Licht an dem Tag war einfach grandios dafür).

Nun warte ich voll Vorfreude auf eine Freudennachricht und den Besuch bei den vier H.s :)

 

Blog Heute-24

Sommerbaby

Eine wunderschöne, natürliche Mama, die voll Erwartungsfreude ist. Ein lauer Sommerabend mit Grillenzirpen und einer angenehmen Brise. Frisches Wasser, das die müden Füße kühlt. Herzhaft zusammen lachen. Was will man mehr? :)